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Photina – Die Frau am Jakobsbrunnen

Da, wo ein Brunnen fließt in der Stille der Zeit

Die Wüste

Die Sonnen

Die Hitze

Mittagshitze – Wüstenzeit

In die Tiefe gehen, um zu wachsen

Eine Frau mit einem Krug will Wasser zum Leben schöpfen

Ich war durstig und du hast mir zu trinken gegeben

Dort am Brunnen vor der OASE

 

Bei dir ist die Quelle des Lebens:

du tränkst uns mit dem Strom deiner Wonnen.

Wie köstlich, o Gott, ist deine Liebe:

für Menschen und Tiere wirkst du Heil.

 

Brunnen – Waser – Wüstenzeit

Da, wo ein Brunnen fließt im Zeitenfluss der Welt

Da will ich schweigen und hören

Da will ich meines Herzen Sehnsucht neigen

Da berührt mich sein Wort in der Stille

Du, hast Worte des ewigen Lebens hin zur Fülle

Du, der den Felsen zur Wasserflut wandelt

Du, der du bringst Kieselgestein zu quellendem Wasser

 

Bei dir ist die Quelle des Lebens:

du tränkst uns mit dem Strom deiner Wonnen.

Wie köstlich, o Gott, ist deine Liebe:

für Menschen und Tiere wirkst du Heil.

 

Ich habe Durst nach Leben, Herr Jesus, du gibst es mir

Ich habe Durst nach Freude, Herr Jesus, du machst mich froh

Ich habe Durst nach Liebe, Herr Jeus, du liebst mich

Ich habe Durst angesehen zu werden, Herr Jesus, du siehst mich

Ich habe Durst nach guten Worten, Herr Jesus du sagst sie mir,

Ich habe Durst nach Gesundheit, Herr Jesus, du heilst mich.

O Heilige – Zeugin – Samaritanerin

O Heilige – Frau – Photina

Heilige Photina – bitte für uns

 

© Br. Benedikt Müller OSB

 

(inspiriert durch Ez 47,1-9.12 – Psalm 114 – Joh. 4, 1-29 – der Benediktsregel und dem Lied unseres P. Michael Hermes OSB „Da wo ein Brunnen fließt“)

Letzte Woche noch der volle Sommer, heiß und mächtig wie ein starker Fürst, in den letzten Tagen ist es kühler geworden. Endlich Regen. Und ein Hauch vom Herbst liegt über dem Land. Durchatmen. Die quirlige Energie des Sommers kommt langsam zum Ruhen, kann aber nochmals an schönen Altweibersommertagen uns verwöhnen. Der September ist auch der Start in die heimelige und gemütlichen Zeit des Jahres. Es wird Herbst und nicht mehr lange und wir machen es uns zuhause gemütlich.

Nach der hl. Kirchenlehrerin und Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 – 1197) beginnt mit dem Juni, der Beginn der zweiten Jahreshälfte, die Zeit der Reife und Ernte. Für Hildegard nicht nur in Bezug auf die Lebensmittel, sondern auch im übertragenden Sinne auf dem Lebenskreis des Menschen.

Vielleicht machst Du Dir mal in diesem September bewusst Gedanken über Deine persönliche Reifung: Was hast Du gesät? Was hast Du gehegt und gepflegt? Was ist in dir in gewachsen? Was hast Du reifen lassen? Was willst Du in diesem Jahr ernten? Der Prophet Kohelet schreibt „Alles hat seine Zeit“ – ja, alles im Leben braucht seine Zeit und seine Zeiten. Die Früchte an den Bäumen und Sträuchern brauchen Zeit zum reifen. Erst dann können sie geerntet werden. Das Gemüse im Garten und das Korn auf den Feldern braucht seine Zeit um zu reifen. Erst dann kann es geerntet werden. Aber auch wir in unserem Reifen brauchen Zeit, um wachsen zu dürfen. Entscheidungen, die wir fällen müssen, benötigen oft eine Zeit des Nachdenkens. Und selbst unendlich große Liebe braucht immer wieder Zeiten in unserem Herzen, damit sie wachsen und reifen kann. Vielleicht kann uns dabei ein Wort des hl. Benedikt von Nursia hilfreich sein: „Schweige und höre! Neide deines Herzens Ohr! Suche den Frieden!“

(Br. Benedikt Müller OSB)

Aus den Visionen der hl. Hildegard von Bingen:

„Der Mensch erkennt durch seinen Tastsinn die Früchte, die zum Essen reif sind. Erst jetzt wird er sie essen, damit durch die Unreife seine Säfte nicht gestört werden und er in eine Krankheit fällt. So entfernt auch dieser Monat den nicht bekömmlichen Saft aus den Früchten.

(aus: “Liber divinorum opera – Buch der göttlichen Werke“)