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Workshop Religionspädagogik: Aktuelles Programm

Aktuelles, Glaubensfrage, Workshop Religionspädagogik
Herzenspädagogik – Eine pädagogische Haltung für christliche Kitas

„Religionspädagogik ist Herzenspädagogik. Diese pädagogische Haltung hat ihre Grundlage in der Heiligen Schrift und der Person Jesu. Die herzbildende Erzieherin arbeitet in jeder pädagogischen Situation in der liebenden Haltung mit der Frage: Was würde Jesus jetzt tun? Dabei geschieht alles auf Augenhöhe und im Gleichgewicht, denn Kind und Erzieher sind gleichwertig, ebenso wie Kollegen untereinander.“ (Br. Benedikt Müller OSB)

Unser Seminarprogramm für 2027 – hier auch als PDF: https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2026/10/Workshop-Relipaed-2026-2027.pdf

 

03.12.2026 Wüstentag im Advent: Engel & Psalm 91
Suchen Sie in der oft hektischen Vorweihnachtszeit nach einem Moment der Stille und inneren Einkehr? An diesem Wüstentag im Advent begeben wir uns auf eine spirituelle Reise, die uns Mut und Ruhe schenkt. Im Mittelpunkt steht die tiefgehende Botschaft von Psalm 91: Die Zusage Gottes, immer und überall bei uns zu sein und uns schützend unter seine Fittiche zu nehmen. In ganzheitlichen, sinnorientierten Übungen erschließen wir uns das theologische Hintergrundwissen des Psalms und spüren nach, was es bedeutet, sich behütet zu fühlen. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, wie diese uralte Zusage unseren Umgang mit uns selbst und miteinander verwandelt und uns in den Advent trägt.21.01.2027 Der Aschermittwoch – Sinn oder Unsinn in der Kita
Ein Aschekreuz auf der Stirn und ein Moment der Stille mitten im bunten Kita-Alltag: Erscheint dieses Ritual für Kinder zu schwer? Der Sinn des Aschermittwochs liegt nicht in der Last der Vergänglichkeit, sondern in der Chance auf einen behutsamen Neuanfang. Kinder verstehen Bilder von Abschied und Trost, von Fehlern und Vergebung intuitiv. Das Ritual hilft ihnen, diese Erfahrungen kindgerecht und ohne Zwang in Worte zu fassen. Unsinnig wird der Tag nur dort, wo er als starres Pflichtprogramm ohne Erklärung stattfindet. Sensibel gestaltet, wird er jedoch zu einem wertvollen Moment der Achtsamkeit und der Hoffnung. An diesem Fortbildungstag lernen wir, dass der Aschermittwoch eine pädagogische Tiefe schenkt, ohne zu beschweren. Er öffnet die Tür zu einem bewussten Weg durch die Fastenzeit, der Kindern Orientierung gibt und ihnen guttut.16.02.2027 Der Tod gehört zum Leben
Kinder erleben die großen Fragen des Lebens oft unbefangener als Erwachsene. Ob eine verwelkte Blüte oder ein verstorbenes Haustier – sie beobachten täglich, wie Leben entsteht und vergeht. Dieses Seminar unterstützt Erzieherinnen dabei, den kindlichen Blick auf Abschied und Neuanfang sensibel zu begleiten. Wir erarbeiten, wie man Fragen nach dem Tod ohne Angst, sondern mit Staunen und kindgerechten Bildern begegnet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung des Karfreitags: Wie vermitteln wir die Passionsgeschichte so, dass sie Hoffnung schenkt, statt zu erschrecken? Auch die Kraft von Märchen und Geschichten als Trostspender wird thematisiert. Gemeinsam schaffen wir sichere Räume für Themen, die keine Tabus sein müssen. An diesem Fortbildungstag lernen wir, Kinder auf ihrem Weg durch Licht und Schatten liebevoll und mit einer hoffnungsvollen Haltung zu stärken.

11.03.2027 Vom guten Hirten getragen – Von Ostern bis Pfingsten unterwegs
Zwischen Ostern und Pfingsten liegt eine Zeit voller Wandlung, die für Kinder besonders über vertraute Bilder wie Schafe und Hirten erfahrbar wird. Diese Symbole von Geborgenheit und Schutz ziehen sich als roter Faden durch unser Seminar. Wir knüpfen an zentrale Erzählungen an – vom Hirtenpsalm bis zu Gleichnissen vom verlorenen Schaf –, die Kindern zeigen: Du bist wichtig und wirst behütet. Das Seminar bietet praxisnahe Impulse für Erzählkreise und Kreativprojekte, um die Osterbotschaft vom wachsenden Vertrauen und neuen Mut kindgerecht zu vermitteln. So begleiten wir die Kinder auf einem heilsamen Weg vom Osterlicht bis zum Pfingstwind.

13.04.2027 Ich war durstig …“ – Geschichten zu den Werken der Barmherzigkeit
Nächstenliebe ist für Kinder nicht abstrakt, sondern im Teilen eines Bechers Wasser oder eines Brotes direkt erlebbar. Dieses Seminar widmet sich den Werken der Barmherzigkeit über drei erzählbare Schwerpunkte: Wasser als Bild für Trost, Speisen als Symbol für Gemeinschaft und Kleidung als Zeichen für Schutz und Würde. Wir verknüpfen diese Alltagserfahrungen mit biblischen Impulsen wie Psalm 139 und Geschichten von Astrid Lindgren. Erzieherinnen erhalten praxisnahe Methoden für Morgenkreise und Erzählrunden, um die Empathie der Kinder spielerisch zu stärken. Ziel ist es, Barmherzigkeit als eine Haltung zu vermitteln, die uns wie ein unsichtbares Seil miteinander verbindet. An diesem Fortbildungstag lernen wir, wie Kinder durch kleine Gesten der Achtsamkeit und des Teilens Hoffnung und Geborgenheit erfahren.

30.04.2027 Sonne, Mond und Sterne in der Bibel
Sonne, Mond und Sterne sind die ältesten Bilder der Bibel für Orientierung, Wärme und die Schönheit der Schöpfung. Als „Lichter am Himmel“ schenken sie dem Alltag Rhythmus und verwandeln das Chaos in eine liebevoll geordnete Welt. Für Kinder sind diese Himmelskörper vertraute Begleiter: Die Sonne spendet Kraft, der Mond hütet die Nacht und die Sterne werden – wie bei Abraham – zum leuchtenden Bild für eine hoffnungsvolle Zukunft. Das Seminar zeigt, wie wir dieses Staunen in der Kita aufgreifen können: vom Beobachten des Tageslichts bis zum „Stern im Zimmer“. Wir entdecken die biblische Sprache aus Licht und Geborgenheit, die Kinder intuitiv verstehen und die Vertrauen weckt

20.05.2027 Kees de Korte und seine BibelbilderKees de Kort (1934–2022) hat mit seinen Illustrationen Generationen geprägt. Seine Bilder zeichnen sich durch klare Formen, kräftige Farben und ausdrucksstarke Figuren aus, die Kindern einen unmittelbaren Zugang zu biblischen Geschichten ermöglichen. Ursprünglich für Menschen mit Behinderung entwickelt, besticht sein Stil durch eine Klarheit, die das Wesentliche betont und ohne ablenkende Details auskommt. Von der Schöpfung bis zur Auferstehung schuf er einen Bildraum, der Orientierung bietet und emotional tief berührt. Seine Werke, wie die Reihe „Was uns die Bibel erzählt“, sind heute in über 70 Sprachen verbreitet und ein Standard in der Religionspädagogik. An diesem Fortbildungstag lernen wir, wie wir mit den unverwechselbaren Bildern von Kees de Kort die biblische Botschaft lebendig, farbenfroh und kindgerecht in den Kita-Alltag bringen.

15.06.2027 Ein Gegenstand erzählt – Mit Kindern den Glauben sinnlich erleben In der Arbeit mit Kindern werden einfache Gegenstände zu „Geschichten zum Anfassen“. Dieses Seminar zeigt, wie Materialien wie Bienenwachskerzen und Brot tiefe Gespräche über das Leben und den Glauben eröffnen. Im hellen Sommer entdecken wir an der Kerze, wie aus Natur Wärme und Licht entsteht – ein Sinnbild für Gemeinschaft und Geborgenheit. Im herbstlichen Erntemonat rückt das Brot in den Fokus: Es erzählt vom Wachsen, Teilen und Sattwerden, nicht nur im Bauch, sondern auch im Herzen. Ohne komplizierte Erklärungen schlagen diese Symbole eine Brücke vom Alltag der Kinder zu Themen wie Dankbarkeit und Achtsamkeit. Wir erproben Rituale und kreative Impulse, die das Alltägliche bedeutungsvoll machen und Kindern einen sinnlichen Zugang zum Glauben ermöglichen. An diesem Fortbildungstag lernen wir, wie einfache Materialien zu Türen werden, die Kindern Orientierung schenken und ihr Staunen über die Welt wecken. Ein Seminar für ein kre-aktive Sommer- und Herbstzeit im Kindergarten.

09.07.2027 Wüstentag: Kloster.SommergartenKlöster sind Orte der Ruhe und der Sammlung. Ihre Gärten sind eine Oase der Stille. In einer Zeit, die oftmals voller Stress und Hektik ist, geben die jahrtausendalten Lebensweisheiten der Mönche und Nonnen gute Impulse für Leib und Seele. Diese Impulse können unsere Lebenswirklichkeit verändern – lassen sich doch die Tipps zum Wohlfühlen aus dem Kloster leicht in unseren Alltag umsetzten. Dabei spielt die Natur eine wichtige Rolle. Wir werden unsere Seele nähren mit der Schönheit, dem Gleichgewicht, den Farben, dem Geschmack und durch sinnliche Meditation der Klänge des Klostergartens. Begleiten werden und dabei Texte des hl. Benedikt und der hl. Hildegard von Bingen.

Allgemeine Infos:
Seit August 2023 bieten wir etwas Besonderes an: Das Zertifikat „Workshop Religionspädagogik“ der Abtei Königsmünster für pädagogische Bildende. Um es zu erwerben, müssen 6 Tagesseminare und zwei Online-Seminare innerhalb von drei Jahren besucht werden. NEU: Für eine KITA können wir eine Team-Zertifikat ausstellen, dann müssen verschiedene Kolleg*innen der Einrichtung insgesamt 10 Tagesseminar und 2 Online-Seminare besuchen. Erleben Sie, hier auf dem Klosterberg in Meschede, einen Fortbildungstag in ganz besonderer Atmosphäre:

  • Spannende Themen mit einem fachlich reichhaltigen Hand-out.
  • Vermittlung von religiösem Wissen auf eine kompetent freudige Art.
  • Gutes für Leib & Seele, denn zum Mittagessen und zum Kaffee mit Torte kehren wir in die Abteigaststätte ein.
  • Einen persönlichen spirituellen Moment können die Teilnehmende beim Besuch des Mittagsgebetes der Mönche erfahren.
  • Bitte melden Sie sich frühzeitig an. Wenn die Nachfrage zu einem Thema sehr hoch ist, bieten wir gerne einen zweiten Termin an.
  • Bitte beachten Sie bei der Buchung unsere Stornobedingungen

Tagesveranstaltungen: 100 €
Online-Seminare: 30 €
Wochenend-Seminar: Preise auf Anfrage

Weitere Infos & Kosten auch auf unserer Homepage: oase.koenigsmuenster.de/religionspaedagogik/ 

Anmeldungen unter:
02912995 219  

Ein Koffer voller Möglichkeiten für Ihr Team und Sie:

Meine Themen  WORKSHOP RELIGIONSPÄDAGOIK

  • C wie christlich
  • Christliches Profil der Erzieherin – Herzens.Weite / Herzpädagogik Religionspädagogik als Haltung der Erzieher*innen
  • Kinder fragen nach dem Tod
  • Die Weltreligionen
  • Drei sind eins: Gott, Jesus und der Heilige Geist
  • Die Kirche wird bunt (Liturgische Farben & Kirchenraum)
  • Wer war eigentlich Maria
  • Märchenschatzkiste – Märchen & Religion – Gott & Märchen
  • Himmelfahrt – Pfingsten – Herz Jesu
  • Christliche Feste / Im Glauben durch das Jahr
  • Christliche Symbole
  • Himmelfahrt – Fronleichnam – Pfingsten
  • Brot & Wein
  • Engel nicht nur im Advent
  • Ein bisschen Frieden – Friedenspädagogik
  • Psalm23 & Der gute Hirte / Hirtengeschichten in der Bibel
  • Psalm 91 & Engel
  • Psalm 139 und Astrid Lindgren
  • Psalm 104 und Schöpfung
  • Feste und Feiern im Herbst
  • Schöpfung & Hildegard von Bingen
  • SOKO: Heiliger Martin
  • SOKO: Heiliger Nikolaus
  • SOKO: Heilige Elisabeth
  • SOKO: Heilige Hildegard von Bingen
  • SOKO: Licht.Gestalten im Advent (Hl. Luzia, Hl., Odilia, Hl. Barbara. Hl. Ambrosius)
  • Weihnachten mit Astrid Lindgren
  • Weihnachten mit den Bilderbüchern von Bernadette Watts
  • Weihnachten mit den Bilderbüchern von Masahiro Kasuya
  • Wasser des Lebens – Taufe & Wassergeschichten
  • Bilderbücher im Advent & Weihnachten
  • Feste im Herbst
  • Von Palmsonntag bis Ostern
  • Feste von Ostern und Pfingsten
  • Österliche Symbole
  • Die Tiere der Auferstehung
  • Kinderbibel nach Kees de Korte
  • Fastenzeit: Gleichnisse
  • Fastenzeit: Seligpreisungen
  • Fatsenzeit: Wunder gibt es immer wieder
  • Draf es ein bißchen mehr sein – Jesusgeschichten in der KITA
  • Gott, Pippi, Michel und ich – Religionspädagogik und Astrid Lindgren
  • Die kleine Hexe und die Werke der Barmherzigkeit – Religionspädagogik und Otfried Preußler
  • Gemeinsam am Tisch
  • Tanzt, tanzt, solang ihr könnt – Religionspädagogik und Tanz
  • O wie schön ist Panama – Religionspädagogik bei Janosch
  • Bilderbücher und Religionspädagogik – christliche Werte
  • Wenn die Blätter fallen – Vom Herbst bis zum Advent
  • Jesus und Pippi Langstrumpf
  • Adventliche Bräuche
  • Advent mit den O-Antiphonen
  • Adventskalender
  • Advent: Von Betlehem nach Nazareth
  • Vater Unser
  • Namenstage und Heilige
  • Vom Tannenbaum zum Kreuzbaum zum Paradiesbaum
  • Ein Raum für Gott und die Kinder (Gebetsraum)
  • Die vier Elemente und die fünf Sinne – hier auch verschiedene Schwerpunkte
  • Gott im Spiel entdecken – Religionspädagogik und Spielpädagogik
  • Ich war hungrig – ich war durstig
  • Psalmen mit Kindern entdecken
  • Wüstentage zu bestimmten Symbole zur Förderung der eigenen Spiritualität (Baum, Weg, Sonne, Glück, Wolke-Himmel, Haus, Schiff, Tür, Schlüssel, Stern, Wasser usw.)
  • Kloster & Hl. Benedikt
  • Zeitmanagement
  • Teamarbeit / Leitung nach der Benediktsregel

 

14.10.2026
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2023/02/kitaf.jpg 600 600 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2026-10-14 10:37:472026-10-14 10:44:58Workshop Religionspädagogik: Aktuelles Programm

Nach.Gefragt: Wer war der Heilige Benedikt?

Aktuelles, Glaubensfrage

„Er war der verschlossene Brunnen, der seine Lehre in der Maßhaltung Gottes erquellen ließ, in dem er nämlich den spitzen Nagel dieser Lehre nicht zu hoch und nicht zu tief, sondern genau in der Mitte des Rades einschlug, so dass jeder, der Starke wie der Schwache daraus zu trinken vermochte und zwar je nach seinem Fassungsvermögen.“ (Hl. Hildegard von Bingen über den hl. Benedikt)

Hl. Benedikt von Nursia – Ordensgründer

 „Über sein Leben berichtet uns Papst Gregor, der diesem „Mann Gottes“ im zweiten Buch seiner „Dialoge“ ein Denkmal gesetzt hat.

Um 480 bei Nursia in Umbrien geboren, kam Benedikt zum Studium nach Rom. Das städtische Treiben, vor allem der Lebensstil der Studenten in Rom, missfielen ihm. Sein Wunsch war es, gerade angesichts all dessen, was er sah, Gott zu gefallen und so zog er sich bald in die Einsamkeit zurück.

Die Jahre des Eremitenlebens – drei Jahre hat er in der Höhle bei Subiaco in völliger Einsamkeit gelebt – waren für ihn Jahre der Prüfung, der inneren Reifung, in denen er die wesentlichen Versuchungen des Menschseins zu bestehen hatte: die Versuchung, sich selbst in den Mittelpunkt zu setzen, die Versuchungen der Sinnlichkeit und die Versuchung des Zornes, der Rachsucht, der Herrschsucht. Er hat diese Versuchungen überwunden und so den Frieden zu sich selbst gefunden, damit die Kraft anderen Frieden zu bringen und andere auf dem Weg des Menschseins zu führen.

Er hat dann zwölf Klöster rund um Subiaco gegründet. Im Jahr 529 aber ist er von dort weg nach Montecassino. Und wir dürfen annehmen, seine Absicht war es, damit auch dem Mönchtum sozusagen eine Art Sichtbarkeit zu geben, als Leuchtturm auf dem Berg es aufzurichten. Dort in Montecassino hat er seine Regel geschrieben, und dort ist er 547 gestorben.

Durch sein Wirken und besonders durch seine Regel, hat Benedikt entscheidenden Einfluss auf die Formung der europäischen Kultur und Zivilisation ausgeübt.

Es war die Zeit des Zusammenbruchs des Römischen Reiches, des Zusammenbruchs seiner Institutionen, Zusammenbruchs seiner Moral. Und mit der Regel hat er einen neuen Aufbau geschaffen, aus dem Europa entstanden ist.

1964 hat Papst Paul VI. ihn zum Patron Europas erklärt.

Benedikt beschreibt in seiner Regel das Kloster als „Schule für den Dienst des Herrn“. Dabei nimmt das Gebet, ohne dass es keine Gotteserfahrung gibt, einen zentralen Platz ein. Aber er weiß, dass aus dem betenden Hinhören auf Gott dann konkretes Tun für den Menschen und für die Welt zu folgen hat. Nicht um eine ichbezogene Selbstverwirklichung geht es ihm, sondern um die aufrichtige Suche nach Gott und die nach dem Beispiel Christi in Glauben und Liebe geübte Demut, die dann menschliche Gemeinschaft aufbaut. So kann der Mensch wirklich erlöst, nämlich Gott ähnlich werden und werden, was er ist: ein Bild Gottes.“

Ansprache von Benedikt XVI. anläßlich der Generalaudienz am 9. April 2008 in Rom – Text entnommen dem Osservatore 15/2008

21.03.2025
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2022/03/Helfta-2014-plus-Heiligenstadt-U2-110.jpg 366 600 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2025-03-21 09:43:122025-03-21 10:55:22Nach.Gefragt: Wer war der Heilige Benedikt?

21. März: Festtag des Heimgangs unseres Hl. Vaters Benedikt

Aktuelles, Glaubensfrage, Impuls

Wir Benediktiner heute das Fest unseres heiligen Ordensgründers Benedikt von Nursia. Benedikt war ein Sucher, der sich auf den Weg seines Lebens gemacht hat, weil er, wie Abraham, Gottes Ruf gehört hat. Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. Auf dem Weg sein, d.h. auf den Weg hin zur eigenen Mitte, zur Kraftquelle die mich trägt. Wege verlaufen im Leben oft anders verlaufen als geplant. Der Mensch steht auf seinem Lebensweg immer wieder an Weggabelungen und Kreuzungen, wo sich ein neuer Weg auftut und eröffnet, ein neuer Weg sich im Herzen abzeichnet, formt und bildet. Der hl. Benedikt ist für mich ein Vorbild als Wegsucher vor allem auf dem Weg hin zu Gott.

Benedikt – Mönch – Vater

 

Kommt, ihr Söhne höret mich

Der Mönch

Das Buch

Das Kloster – Klosterwelten

Schweige und höre

Neige deines Herzens Ohr

Suche den Frieden

 

Du bist gesegnet mit dem Geist der Väter

Segen verheißt uns dein geliebter Name

Segen verbürgt uns deine hohe Weisung

Abt Benedictus

 

Ora et labora – Bete und arbeite

Wir wollen also eine Schule gründen

Dominici scola servitii

Wer ist der Mensch, der das Leben will

Der gute Tage zu sehen wünscht

Lass ab vom Bösen und tu das Gute

Trachte nach Frieden und jage ihn nach

 

Du bist gesegnet mit dem Geist der Väter

Segen verheißt uns dein geliebter Name

Segen verbürgt uns deine hohe Weisung

Abt Benedictus

 

Der HERR ist mein Licht und mein Heil

Mein Herz denkt an dein Wort: Suchet mein Antlitz

Dein Antlitz, o HERR, will ich Suchen

Auf der Suche sein: Mönch-Gott-Sucher

Benedikt – Mönch – Gesegneter

Benedikt – Vater – Bruder

 

– Br. Benedikt Müller OSB –

 

21.03.2025
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2022/03/Helfta-2014-plus-Heiligenstadt-U2-024-1.jpg 318 603 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2025-03-21 09:00:102025-03-21 10:54:2421. März: Festtag des Heimgangs unseres Hl. Vaters Benedikt

Kloster.Welten: Wie einst Scholastika und Benedikt

Glaubensfrage, Kloster.Welten, Kurse

Neues aus den Kloster.Welten: Wir besuchen die Schwestern der Abtei Varensell

Am 10. Februar feiern die Benediktinerinnen-Nonnen und Benediktiner-Mönche das Fest der hl. Scholastika, Sie war die Schwester unseres gemeinsamen Ordensgründer des heiligen Benedikt von Nurisa. Gregor der Große erzählt in den Dialogen, der Lebensbeschreibung des hl. Benedikt, von der Tradition, dass sich die beiden Geschwister jedes Jahr zum geistlichen Austausch trafen.

Daran anknüpfend ist es schon seit vielen Jahren Brauch, dass sich einige Brüder der Abtei Königsmünster auf den Weg in die benachbarte Benediktinerinnenabtei Varensell machen, um dort gemeinsam das Scholastikafest zu feiern.  Am Vormittag des 10. Februar 2025 machten sich sechs Brüder auf den Weg nach Varensell. Dort angekommen, bestand zunächst die Gelegenheit zum Austausch über unser Leben in den Kloster.Welten. Was bewegt derzeit unsere Gemeinschaften. Welche Herausforderungen stellen sich und wie können wir einen guten Lebens.Weg für unsere klösterlichen Familien in Zukunft für Klöster gestalten…??? Im Anschluss feierten wir in der Abteikirche die Hl. Messe. Der Besuch endet dann mit einem gemeinsamen Mittagessen. Wir danken den Schwestern aus Varensell für ihre Gastfreundschaft und freuen uns auf den Gegenbesuch!

 

10.02.2025
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/02/Varensell25t.jpg 540 1200 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2025-02-10 17:06:382025-02-10 17:06:38Kloster.Welten: Wie einst Scholastika und Benedikt

Nach.Gefragt: Heilige Scholastika (10.02.)

Glaubensfrage, Impuls, Unkategorisiert

Damit mein Herz sich weiten kann…

Heute feiern wir das Fest der Heiligen Scholastika und dieses Fest erzählt von der Liebe. Über die Liebe, die uns ein weites Herz schenkt. Denn nur die Liebe lässt uns aufrichtig Leben.

Nun über die Kindheit der Zwillinge Scholastika und Benedikt erfahren wir in den Aufzeichnungen Gregor des Großen nichts. Sie wurden um das 480 in Nursia in Italien geboren. Benedikt ging zunächst nach Rom zum Studium, zog sich aber bald in die Einsamkeit zurück. Später gründete er auf den Monte Cassino sein Kloster und verfasst seine Mönchsregel, die im Zeichen der Herzens.Weite geschrieben von geschrieben wurde.

Seine Schwester Scholastika führte auch ein gottgeweihtes Leben. Sie lebte in einem Kloster in der Nähe des Monte Cassino.

Einmal im Jahr trafen sich die beiden Geschwister, um einen Tag mit einander zu verbringen. Eine Auszeit. Einen Wüstentag. Unter Geschwistern in Liebe und Achtsamkeit. Dieser Tag war ganz erfüllt von Gesprächen über Gott und dem klösterlichen Lebensweg. Bei Einbruch der Dunkelheit hielten sie miteinander Mahl. Nachts musste Benedikt wieder in seinem Kloster zurück sein. So verlangt es die Regel, die er selbst für die Mönche aufgestellt hat.

Nun geschah aber bei einem Treffen etwas Außergewöhnliches! Scholastika bat ihrem Bruder aus geschwisterlicher Liebe bei ihr zu bleiben: „Ich bitte dich, lass mich diese Nacht nicht allein, damit wir noch bis zum Morgen von den Freuden des himmlischen Lebens sprechen können.“

Benedikt konnte und wollte dieser Bitte nicht nachkommen, denn sie würde die Regel in Frage stellen und brechen. Scholastika war über das Verhalten ihren Bruder traurig. Er setzte seine Regel über die Liebe! Die Legende erzählt uns, dass Scholastika nun unter Tränen zu Gott betete, damit Benedikt doch bleiben könne. Die Liebe der Scholastika zu ihrem Bruder Benedikt bewegt Gott dazu etwas Außergewöhnliches zu tun: Er schickt ein Gewitter mit Sturm und Regen. Scholastika sprach zu Benedikt: So geh doch hinaus mein Bruder, geh fort, wenn du kannst. Und lass mich zurück und geh nach Hause in dein Kloster.“

Benedikt war sauer auf Scholastika, aber er musste einsehen, dass er bei diesem Wetter keine Möglichkeit hatte ins Kloster zu gelangen. Er musste seine Regel brechen! Er blieb! Vielleicht wider Willen? Die Geschwister durchwachten die ganze Nacht und tauschten sich in Gesprächen über den Glauben aus.  Am nächsten Tag gingen die beiden auseinander, Scholastika kehrte in ihre Zelle zurück und Benedikt in sein Kloster.

Damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Drei Tage nach dem Treffen stand Benedikt in seiner Zelle und schaute aus dem Fenster. Er erhob die Augen zum Himmel. Da sah er die Seele seiner Schwester in Gestalt einer Taube zum Himmel aufsteigen. Scholastika war gestorben. Es war also das letzte Treffen der Geschwister gewesen. In ihrem Herzen hatte Scholastika das gespürt und bewegte die Kraft der Liebe im Gebet. Das will uns zeigen: Die Liebe soll unser Motor beim Gebet sein. Denn die Liebe besteht aus reinem und starken Kraft.Stoff!

Der Heilige Papst Gregor schreibt im seinem zweiten Buch der Dialoge, der Lebensgeschichte des Heiligen Benedikt folgendes über die heilige Scholastika: „Es ist nicht zu verwundern, dass die Frau, die ihren Bruder länger zusehen wünschte, in diesem Augenblick mehr vermochte als jener. Nach einem Wort des Johannes ist Gott die Liebe (vgl. 1Joh 4,8.16); So ist es ganz richtig: jene vermochte mehr, weil sie mehr liebte.“

Scholastika handelt aus Liebe, denn nur die Liebe kann der Rahmen sein in dem sich Regeln bewegen dürfen. Ohne Leibe werden Regeln zum sturem Korsett eines blinden Gehorsams. Scholastika lebte das, was Benedikt in seiner Regel schreibt: „Die Enge meines Herzens mach weit!“

 

Gebet der Scholastika – Besuch des Bruders bei der Schwester

Bleibe bei mir

Heute Nacht

Mein Bruder

Lass uns gemeinsam den Höchsten

Loben

Preisen

Ehren

 

Bleibe bei mir

Heute Nacht

Mein Bruder

Halte ein letztes Mal Nachtwache mit mir

Du

Ich

Wir

 

Bleibe bei mir

Heute nacht

Mein Bruder

Sei mir Licht im Dunklen meiner Nächte

Hell

Warm

Strahlend

 

Bleibe bei mir

Heute nacht

Mein Bruder

Lass mich jetzt nicht allein in dieser Nacht

Ich

Werde

Gehen

 

Bliebe bei mir

Heute Nacht

Mein Bruder

Es wird das letzte Mal sein, dein letzter Besuch

Ich

Bin

Bereit

 

Bleibe bei mir

Heute Nacht

Mein Bruder

So wie ER bei mir und bei dir und bei uns ist

Jesus

Christus

Erlöser

 

© Br. Benedikt Müller OSB

In Erinnerung an das Fest der hl .Scholastika am 10.2.2009 und den Besuch in der Abtei Varensell

 

10.02.2025
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2023/02/20170210_085013.jpg 337 600 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2025-02-10 13:20:512025-02-10 16:38:31Nach.Gefragt: Heilige Scholastika (10.02.)

Sonntags.Impuls: Hl. Gertrud von Helfta

Aktuelles, Glaubensfrage, Impuls
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2024/11/07.-Getrud-von-Helfta-Lucia.mp3

 

 

Da fühlte mein Herz, dass du angekommen und in mir gegenwärtig warst!

(Gertrud von Helfta)

Gertrud stammte aus Thüringen. Schon als fünf Jahre altes Mädchen war Gertrud – wohl als Waisenkind – ins Zisterzienserinnenkloster Helfta gekommen, wo sie von der Äbtissin Gertrud von Hackeborn erzogen wurde, einer durch feinsinnige Bildung ausgezeichneten Frau. So genoss Gertrud eine gediegene Ausbildung im religiösen und weltlichen Wissen ihrer Zeit und wurde selbst Nonne. Groß war Gertruds Liebe zu Jesus Christus und zu den Mitmenschen ihrer Umgebung. Stundenlang war sie diesen eine barmherzige Zuhörerin, Ratgeberin und Trösterin. Wie das Licht die Dunkelheit erhellt, entflammte Gertrud die Herzen ihrer Nächsten mit Liebe. Gleichzeitig war sie eine hoch gebildete und künstlerisch begabte Frau. Sie übersetzte Teile der Heiligen Schrift ins Deutsche. Ihre Christusvisionen begründeten ihren Ruf als größte deutsche Mystikerin und ihren Ehrennamen ‚die Große’. Gertrud betonte besonders die Bedeutung der heiligen Eucharistie (Abendmahl) und des heiligsten Herzens Jesu. Bei ihr finden sich die meisten Anrufungen der späteren Herz-Jesu-Litanei. Gertrud starb am 17. November 1302.

Fürchte dich nicht,

sondern sei getröstet,

stark und sicher.

Denn ich selbst,

der HERR und Gott

dein lieber Freund,

habe dich aus unverdienter liebe

geschaffen und erwählt,

um in dir zu wohnen

und mich an dir zu erfreuen.

(Gertud von Helfta)

17.11.2024
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/11/Kloster-Helfta.jpg 450 600 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2024-11-17 08:44:502024-11-17 18:57:53Sonntags.Impuls: Hl. Gertrud von Helfta

Nach.Gefragt: Allerheiligen – was sind Heilige?

Glaubensfrage, Unkategorisiert

Allerheiligen (lateinisch Festum Omnium Sanctorum) ist ein christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, der „verherrlichten Glieder der Kirche, die schon zur Vollendung gelangt sind“, der bekannten wie der unbekannten. Das Fest wird in der Westkirche am 1. November begangen, in den orthodoxen Kirchen am ersten Sonntag nach Pfingsten.

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Als Heiliger wird ein Mensch bezeichnet, der als einer Gottheit besonders nahestehend beziehungsweise als in religiöser und ethischer Hinsicht vorbildlich angesehen wird. Die Anerkennung von Heiligen kann religiösen oder politischen Autoritäten vorbehalten sein oder sich in der Akklamation und Verehrung durch das gläubige Volk vollziehen; eine wichtige Rolle kann dabei das Auftreten von übernatürlichen Phänomenen (Wunder) im Zusammenhang mit den Heiligen spielen. Die darauf folgende – zumeist posthume – kultische Verehrung von Heiligen bezeichnet man als Heiligenverehrung. Im allgemeinen Sprachgebrauch verweisen die Begriffe der Heiligen und der Heiligenverehrung gemeinhin auf die entsprechenden christlichen Vorstellungen. Die Begriffe werden mit der Volksfrömmigkeit assoziiert, sind jedoch beide in anderen Weltreligionen ebenso zu finden. (Quelle: Wikipedia)

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01.11.2024
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/11/church-5211440_640.jpg 427 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2024-11-01 10:59:132024-11-01 11:34:09Nach.Gefragt: Allerheiligen – was sind Heilige?

Nach.Gefragt: Ostern

Glaubensfrage

Endlich Ostern! Ostern ist nicht nur das älteste, sondern auch wichtigste Fest der Christen. Wir feiern die Auferstehung Jesu vom Tode. Das ist auch die zentrale Achse des christlichen Glaubens, dass wir an die Auferstehung Jesu glauben. Oder anders ausgedrückt. Wir glauben, dass Gott Jesus zwei Tage nach seinem Tod ins Leben auf der Erde zurückgeschickt hat. 40 Tage lang war Jesus nochmals bei seinen Jünger*innen. Er hat sie getroffen und noch manche Wunder gewirkt bzw. Dinge erledigt haben. Erst dann hat er die Erde für immer verlassen haben. An dieses Ereignis erinnert uns 40 Tage nach Ostern der Feiertag Himmelfahrt. Aber die Osterzeit dauert noch 10 Tage länger. An Pfingsten sind diese 50 Ostertage vorüber – dazu dann an anderer Stelle mehr. Osterbräuche wie das Eierfärben entstanden erst viel später. Das Ei ist ein Symbol für die Auferstehung. Von buntgefärbten Ostereiern wird zum ersten Mal im 13. Jahrhundert berichtet. Zum Osterfest selbst gibt es viele fröhliche Bräuche. Vielleicht kennst Du einige, wie z.B. Eier bemalen, Osterwasser, Osterspaziergang, Osterlamm aus Kuchenteig, Osterfeuer, Eierlauf, Eier pülvern u.v.m…! Auf das Osterfest bereiten sich Christen ab Aschermittwoch nach Fasching in der Fasten- bzw. Passionszeit vor. Sie dauert 40 Tage. Manche Christen fasten in dieser Zeit und denken mehr als sonst über ihren Glauben und über ihr Leben nach. In der Passionszeit liegen auch der Palmsonntag, der Gründonnerstag und der Karfreitag.

(Br. Benedikt Müller OSB)

31.03.2024
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/04/Ostern.jpg 1280 1920 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2024-03-31 09:00:362024-03-31 20:00:31Nach.Gefragt: Ostern

Nach.Gefragt: Karsamstag

Glaubensfrage

Der Karsamstag oder Karsonnabend (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘) ist der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des österlichen Triduums. Auf ihn folgt der Ostersonntag. Der Karsamstag wird regional auch als stiller Samstag bezeichnet. Die Christen gedenken am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe Jesu Christi, seines Abstiegs in die Unterwelt, bei dem er nach seiner Kreuzigung im Limbus, dem „Schoß Abrahams“, die Seelen der Gerechten seit Adam befreit habe (1 Petr 3,19).

Die vorkommende umgangssprachliche Bezeichnung des Karsamstags als „Ostersamstag“ oder „Ostersonnabend“ weicht von der kirchlichen Tradition ab: Der Ostersamstag ist im christlichen Sprachgebrauch der Samstag der Osteroktav und damit der Tag vor dem Weißen Sonntag, eine Woche nach Ostern.

30.03.2024
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/04/karsamstag.jpg 566 850 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2024-03-30 09:00:422024-03-30 14:37:00Nach.Gefragt: Karsamstag

Nach.Gefragt: Karfreitag

Aktuelles, Glaubensfrage

Heute ist Karfreitag. Ein stiller Feiertag. Ein wichtiger Feiertag. Christen erinnern sich heute an die Kreuzigung von Jesus. Jesus wurde auf Golgatha, d.h. Schädelstätte, einen Berg in Jerusalem ans Kreuz geschlagen. Aber warum wurde er ans Kreuz geschlagen? Vor 2000 Jahren erzählte Jesus den Menschen immer wieder von Gott. Vor allem von Gottes wunderbarer Liebe zu uns Menschen. Jesus rief die Menschen dazu auf, an Gottes Liebe zu glauben, friedlich miteinander zu leben und das eigene Verhalten und das der Gesellschaft immer wieder zu überprüfen. Er war so ganz anders. Viele sahen damals ihn ihm den Messias, anderen einen Hochstapler. Darum war er den Mächtigen im Land ein „Dorn im Auge“! Und dieser „Dorn“ musste beseitigt werden. Ein Freund Jesus, der Jünger Judas, verriet ihn bei den Mächtigen und führte die Soldaten zu Jesus. So kam es zur Gefangennahmen, Verurteilung und dann zur Hinrichtung. Die Kreuzigung war eine der grausamsten Hinrichtungsmethoden der Römer. Die Gekreuzigten starben einen qualvollen Tod. Neben aller Trauer stimmt der Karfreitag aber auch hoffnungsvoll, weil wir Chrsiten glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. Das macht Mut und Hoffnung, denn die Liebe ist stärker als der Tod. Das Ereignis der Kerzuguingung zeigt den Christen, dass Jesus einen Weg für Menschen zu Gott bereitet hat. An Weihnachten hat uns das „Christkind“ (also Jesus) Erlösung geschenkt. Am heutigen Karfreitag ist diese Erlösung am Kreuz eingelöst wurden.

(Br. Benedikt Müller OSB)

29.03.2024
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/04/Karfreitag.jpg 723 1280 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2024-03-29 09:00:252024-03-29 13:27:27Nach.Gefragt: Karfreitag
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