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A wie Abtei. Bei uns Benediktinern sind die einzelnen Klöster selbständig. Man nennt sie Abtei, wenn ihr „Chef“ der Abt ist (lat. „abbas“ – Vater). Er wird von der Gemeinschaft gewählt. Der Akolyth erfüllt als Helfer des Diakons und des Priesters verschiedene Aufgaben im Gottesdienst. Er trägt den Kerzenleuchter. Den Altersstab bekommt ein Mönch zum 50jährigen Professjubiläum.

B wie Benedikt von Nursia. Vor mehr als 1500 Jahren, um 480 wurde er in Italien geboren. Am 21. März 547 starb er auf dem Monte Cassino. Benedikt lebte erst als Einsiedler und gründete dann mehrere Klöster. Für seine Mönche schrieb er die Benediktsregel, die bis heute die Grundlage für unser Leben ist. Bibliothek werden die Bücher des Klosters aufbewahrt. Der Bibliothekar ist für die Bibliothek verantwortlich. Bei ihm können die Mönche Bücher ausleihen.

C wie Cellerar. (lat. „cellerarius“ – Kellermeister) Ihm ist ein ganzes Kapitel der Benediktsregel gewidmet (RB 31). Er gilt als der wirtschaftliche Leiter des Klosters und die dazugehörigen Betriebe. Der hl. Benedikt schreibt: „Kann er einem Bruder nichts geben, gebe er ihm wenigstens ein gutes Wort.“ Der Chor beschreibt den Raum in der Klosterkirche, in dem wir das Chorgebet verrichten. Das Chorgebet strukturiert den Tag im Kloster. Mönche singen betend den Choral. Das sind einstimmige Gesänge aus dem 8. / 9. Jahrhundert: Gesungen werden die Psalmen aus dem Alten Testament. Das Chorgestühl ist unser Platz in der Kirche. Als Cingulum (lat. cingulum ‚Gürtel‘) bezeichnet man den Gürtel am Gewand des Mönches. Cruciferar ist der Kreuzträger in der Liturgie.

D wie Depositorium. Das ist ein Raum, wo Dinge hinterlegt oder aufbewahrt werden, z.B. Wäsche, Hygieneartikel, Putzmittel und Süßigkeiten! Das Buch der Dialoge beinhaltet die Lebensgeschichte des hl. Benedikt. Papst Gregor der Große (540 – 604) hat sie einige Zeit nach Benedikts Tod aufgeschrieben. Er konnte sich dabei auf Augenzeugenberichte berufen und hat vor allem die Wunder und Zeichen im Leben Benedikts beschrieben.

E wie Einkleidung. Mit der Einkleidung wird ein neuer Bruder in das Kloster aufgenommen und bekommt dabei das Ordensgewand angezogen. Bei uns bekommen sie erst die schwarze Tunika mit dem Gürtel. Wenn sie in das Noviziat aufgenommen werden, noch das Skapulier (der Überwurf, ursprünglich eine Schürze) mit der Kapuze. Die Eucharistie (Heilige Messe) feiern wir in Königsmünster außer samstags an jedem Tag als Konventamt mit der ganzen Gemeinschaft zusammen. Das Wort „Eucharistie“ bedeutet Danksagung und dazu haben wir immer wieder Grund genug. In Brot und Wein kommt Gott zu uns und gibt uns neue Kraft für unseren Weg. Exerzitien (geistliche Übungen) sind Zeiten, die uns in ganz besonderer Weise helfen, Gott und uns selber neu in den Blick zu nehmen. Sie sind geprägt von der inneren Einkehr, der Betrachtung der heiligen Schrift, dem Schweigen und dem Gebet.

F wie Feste. Bei uns Benediktinern in Königsmünster unterbrechen immer wieder schöne Feste den Klosteralltag. Das Fest der hl. Scholastika (Schwester des hl. Benedikt) feiern wir den Nonnen der Abtei Varensell. So ist im Kloster immer etwas los und langweile gibt es nicht.

Friedhof; Klöster haben einen eigenen Friedhof. Wenn ein Mönch stirbt, wird er dort begraben. Der Ritus der Begräbnisfeierlichkeiten und die Beerdigung sind sehr würdig und festlich-feierlich.

 

G wie Gäste. Die Aufnahme von Gästen ist ein Grundpfeiler benediktinischer Spiritualität. Die Gelübde von uns Mönchen sind: Beständigkeit (wir binden uns an eine bestimmte Gemeinschaft an einem bestimmten Ort), klösterlicher Lebenswandel (ein Leben nach eben dieser Regel des Hl. Benedikt) und Gehorsam (das Hören auf den Abt und auf die anderen Brüder). Graduale Romanum. Das ist das Buch in dem alle wichtigen Gesänge und Texte für die Heilige Messe aufgeschrieben sind und das wir Mönche in den Gottesdiensten benutzen.

 

Fotorechte: (c) Abtei Königsmünster Meschede sowie Br. Benedikt Müller OSB