Anker II – Freitag der 5. Osterwoche

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Der Sturm auf dem Meer – ein Bild auch für menschliches Leben. Manchmal fließt es ruhig dahin. Dann aber, vielleicht plötzlich und unerwartet, kommt der Sturm aus der Tiefe des eigenen Inneren herauf. Verdrängte Ängste, Enttäuschungen mit Menschen, auch mit der Kirche, Verletzungen, Lebenshoffnungen, die sich nicht erfüllen und vieles andere mehr. Man könnte versucht sein, diese Situationen zu vermeiden, in dem man das Boot im Hafen festmacht, den Anker fallen lässt und es gut vertäut. Oder man zieht es ganz aufs trockene und sichere Ufer. Wo bist du? In solchen Situationen in meinem Leben haben Gott auch nicht immer spüren können. Doch er war da und hielt mich fest. Nach einer Weile schützender Zeit im sicheren Hafen ist es – auch im Leben so – denn Anker wider zu lichten. Aufzubrechen zu neuen Ufern. Eine Seefahrtregel besagt: Wenn Du Deinen Anker über Bord wirfst, ist es wichtig auf den Untergrund zu achten! Auf Schlamm oder im Schilf greift der Anker nicht gut. Auf Felsen verkeilt er sich und Du kommst mit Deinem Schiff nicht mehr weg. Kapitäne haben dazu eine Seekarte, wo alle Untergründe verzeichnet sind. Wir Menschen haben ein dickes Buch, da steht einiges drin, worin wir Halt finden können: Die Bibel!

(Br. Benedikt Müller OSB)

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