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Die Gewissheit, nie allein zu sein

Manchmal verlieren wir, vergessen, sind nicht mehr bei uns. In diesen Momenten haben wir uns verloren, haben verloren, wofür wir stehen, unsere Werte, unseren Charakter.

In diesen Momenten braucht es Gewissheit, Hoffnung, Zuversicht, einen Begleiter. Jemanden, der uns unseren Lebensrhythmus wiedergibt. Dieser jemand erinnert uns an alles, was wir sind, an unsere Bestimmung, er gibt uns Sicherheit, wird zum Beschützer unseres eigenen Ichs.

Dieser jemand ist ein Gestaltenwandler, er kann alles sein. Wir erleben ihn in allen Facetten, im Laufe unseres Lebens verwandelt er sich. Mal scheint er konstant an unserer Seite zu sein, mal scheint er weit entfernt. Aber nur in unserer Wahrnehmung. Denn wir können sicher sein, er ist immer da. Immer an unserer Seite. Wir werden von ihm und durch ihn geleitet.

Unser Glaube, unser Schutzengel. Wir bilden ihn selbst, wir assoziieren ihn mit den Menschen, die wir im Herzen tragen, machen Menschen zu unseren Schutzengeln, indem wir an sie Glauben, indem sie uns durch ihr Leben inspirieren. Zusammen mit unserem Glauben werden sie zu den Wegweisern unseres Lebens. Sie werden zu einer sicheren Konstante, einem vertrauten Gefühl. Sie schenken uns Licht in der Dunkelheit.

Wenn die Nacht einbricht und es dunkel wird, wissen wir, dass unsere Schutzengel immer da sein werden. Sie sorgen dafür, dass es wieder Morgen wird, dass wir leben, die Sonnenstrahlen in unserem Herzen spüren. Egal, wie verloren wir sind. Genau, wie es folgende Zeilen ausdrücken:

„Ich weiß, dass die Nacht vergeht, bald wird es Morgen sein, bald wird es Morgen sein.

Ich weiß, dass die Wolken fliehen, bald kommt der Sonnenschein.

Und dann höre ich dich tief in mir.“

Es sind die Schlussverse des Stückes „Endless Night“ aus dem Broadway Musical „Lion King“. Es erinnert mich immer wieder an meinen Glauben, es schenkt mir meine Gewissheit, öffnet die Tür meiner Erinnerungen. Ich verbinde es mit der Gewissheit, dass mich die Menschen, die ich in meinem Herzen trage, immer begleiten. Ganz egal, wo sie gerade sind. Sie geben mir Kraft, sie werden durch ihre Liebe zu meinen Beschützern.

Dieses Stück zeigt mir den Wert meiner Schutzengel, den Wert meines Glaubens.

Es zeigt mir die Gewissheit, dass ich nie allein bin.

(Helena Minner)

Am 2. Oktober eines jeden Jahres feiert die katholische Kirche das Schutzengelfest.

An meinem Schutzengel!

 

Im Spiegel der Mondbahn Silberglanz im Licht

Das Licht

Der Schein

Der Strahlenkranz

Licht im Dunkeln – Flügelschlag

Weine nicht am Morgen! Denn siehe ich bin da!

Weine nicht zur Nacht! Ich behüte dich!

 

Und meine Seele spannte

Weit ihre Flügel aus,

Flog durch die stillen Lande,

Als flöge sie nach Haus.

 

Licht – Strahlen – Engelsglanz

Weil Engel Gott lieben, darum sind sie hier

und Gott liebt dich, darum dienen die Engel dir

Denkst du an einen Engel, so bewegt er seine Flügel

Der Engel, nach dem du schaust, er ist schon unterwegs

Denn Engel wohnen nebenan, wohin du immer ziehst

Wo immer du hingehst, dein Engel geht mit dir

Wo immer du ruhst, dein Engel wacht über dich

 

Und meine Seele spannte

Weit ihre Flügel aus,

Flog durch die stillen Lande,

Als flöge sie nach Haus.

 

Mit seinen Schwingen deckt er dich

Du findest Zuflucht unter seinen Flügeln

Er behütet dich wie den Stern seines Auges

Himmelsrot und Sternentränen im Zauber der Mondbahn

Von guten Mächten

Wunderbar geborgen

Getragen und behütet

Still und sanft

Komm – Lichtträger – Gottes Bote

Komm – Schutzschild – Engel

 

© Br. Benedikt Müller OSB,  April 2015

 

Das Bild vom Hirten mit den Schafen ist ein Bild von tiefer Aussagekraft. Ein starkes Bild, das anspricht. Ein Urbild. Man kann es sich auch so schön idyllisch vorstellen: auf den Berghügeln in Israel weiden weiße niedliche Schafe und fressen das zarte Grün. Sie sind fromm und brav und laufen ihren Hirten nicht weg. Hirte und Schafe genießen die Sonne. Wunderbar. Doch auch wenn dieses Bild für unsere Seele so ansprechend ist, eine Idylle ist es keineswegs. Mitnichten. Das Bild vom Hirten und seinen Tieren ist nicht süß.  Das Hirtenbild führt uns in die ungeschminkte Realität des Lebens. Ein Hirte ist dazu da, die ihm anvertrauten Tiere zu beschützen und sich notfalls gegen Übergriffe von wilden Tieren zur Wehr zu setzen. Sonst wäre er kein Hirte, kein guter jedenfalls. Seine Arbeit ist hart und voller Verantwortung. Dem Wetter ausgesetzt – bedroht von der Wildheit der Schöpfung. Dass das Bild vom Hirten und den Schafen mitten ins Leben greift, wird deutlich, wenn wir uns vor Augen halten, wofür es steht. Das Bildwort vom Hirten spricht davon, dass Gott, der HERR, sein Volk wie eine Schafherde weidet, umsorgt, führt und hütet – behütet und die Hirte darf ihm vertrauensvoll folgen.

(Br. Benedikt Müller OSB)