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Der Karsamstag oder Karsonnabend (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘) ist der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des österlichen Triduums. Auf ihn folgt der Ostersonntag. Der Karsamstag wird regional auch als stiller Samstag bezeichnet. Die Christen gedenken am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe Jesu Christi, seines Abstiegs in die Unterwelt, bei dem er nach seiner Kreuzigung im Limbus, dem „Schoß Abrahams“, die Seelen der Gerechten seit Adam befreit habe (1 Petr 3,19).

Die vorkommende umgangssprachliche Bezeichnung des Karsamstags als „Ostersamstag“ oder „Ostersonnabend“ weicht von der kirchlichen Tradition ab: Der Ostersamstag ist im christlichen Sprachgebrauch der Samstag der Osteroktav und damit der Tag vor dem Weißen Sonntag, eine Woche nach Ostern.

Das Kreuz. Ein Symbol der Verbindung zwischen Gott und dem Menschen. Da berühren sich Himmel und Erde. Gleichzeitig die Verbindung zwischen Schuld, Bürde, Tod und Frieden, Erlösung und ewigem Leben. Das Symbol des Kreuzes ist uns vertraut. Es tröstet uns und schenkt uns Mut. Aber das Kreuz bedeutet auch, eine Last zu tragen, die eigenen Kräfte zu verlieren, weil da etwas ist, das uns zu Boden zwingt. Im Kreuz treffen zwei Welten aufeinander. Leid und Schuld trifft auf bedingungsloses Liebe, Akzeptanz und Erlösung.  Ich selbst bin beides zugleich. Bin leiderfüllt und will doch Frieden schaffen. Habe Sünde begangen und die Schuld auf mich genommen und will trotzdem verzeihen, vergeben, lieben. Ich habe eine Last zu tragen, meine eigenen kleinen Päckchen aus vergangenen Tagen und dennoch will ich Leichtigkeit leben, mich frei machen von Konventionen und lernen, die Grenzen zwischen Himmel und Erde aufzulösen. Will den Himmel hier auf Erden und bin bereit, mich dafür einzusetzen. (Sophia Ersel)