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Jedes Jahr im Mai findet der EUROVISION SONG CONTEST statt.  So auch dieses Jahr am 22. Mai in Rotterdam. Viele Lieder des sogenannten ESC spiegeln eine religiöse, spirituelle Botschaft wieder und viele Lieder setze ich in der OASE im Rahmen meiner Kurse in den Mediationen ein. Der israelische Beitrag aus dem Jahr 1989 verbindet vielleicht auf wunderschön Weise Psalm 47 und das heutige Fest von Himmelfahrt

Auf der Straße des Königs

Ein Morgen voller Tau

und der Weg des Königs ist vor mir

Die Harfe und die Krone haben mich gerufen

Zur Auffahrt zum König

Meine Gedanken summen in mir

Ich schaue zu einem Sonnenstrahl

Meine Gedanken spiegeln sich in den Wolken

Ich schaue auf, das Pferd auf den Wolken ist wunderschön,

Er trägt mich auf dem Rücken

Auf.Fahrt auf den Weg des Königs

 

Der Weg des Königs ist mein einziger Weg

Die Harfe des Königs ist mein Lied

Der Weg des Königs ist mein Traum, ist mein Rätsel,

Die Harfe des Königs ist meine einzige Liebe

Ich klatsche in die Hände

Ich juble meinen König zu

 

Der Tag, der mit dem Sonnenaufgang geboren wird,

in den Zeiten des Kreislaufes der Natur

Der Tag kommt und wächst und stirbt plötzlich heimlich

Und in mir entsteht ein wunderbares goldenes Lied

Dem Universum schenke ich ein Gebet

Ich schaue auf, das Pferd auf den Wollen ist wunderschön

Er trägt mich auf dem Rücken

 

Auf .Fahrt auf den Weg des Königs …

Der Weg des Königs ist mein einziger Weg

Die Harfe des Königs ist mein Lied

Der Weg des Königs ist mein Traum, ist mein Rätsel,

Die Harfe des Königs ist meine einzige Liebe

Ich klatsche in die Hände

Ich juble meinen König zu

(frei Übersetzung des Liedes DERECH HAMELECH von Shaike Paikov, ESC Israel 1989)

Könige und Königinnen tragen eine Krone. Die Königs-Krone sagt uns: Ich werde von einem König getragen. Wer mich trägt, der ist etwas Besonderes. Wer mich trägt, der steht im Mittelpunkt. Die Krone sagt: Wer mich trägt ist reich, klug und mächtig. Bei Gott ist jeder Mensch ein Königskind, denn er hat uns Menschen nach seinem Abbild geschaffen. Er hat dich bei deinem Namen gerufen, von allem Anfang an. Du bist sein geliebter Sohn, seine geliebte Tochter, an dir erfreut sich Gott immer. Er hat dich in den Tiefen der Erde geformt und dich im Schoß deiner Mutter gewoben. Du bist in seine Hand geschrieben und kannst nicht tiefer als in diese fallen. Du kannst dich im Schatten seiner Flügel bergen, denn Gott blickt auf dich mit einer unendlichen Zärtlichkeit. Er hat jedes Haar deines Hauptes gezählt und jeden deiner Schritte geleitet. Wo immer du hingehst, geht er mit dir, und wo immer du ruhst, wacht er über dich.

(Daniel Griese und Br. Benedikt Müller OSB)

Zwischen einem ausgewachsenen Löwen und einem Lamm kommen mir viele Unterscheide in den Sinn. Der Löwe ist ein Raubtier in der Wildnis. Seit jeher macht er uns Menschen Angst, weil bei einer Begegnung der Löwe durchaus unser Leben bedrohen würde. Das Lamm ist ein Nutztier in der Landwirtschaft, über das sich der Bauer freut, weil es seinen Lebensunterhalt sichert. Der Löwe lebt von der Jagd. Er tötet andere Tiere, um seinen Hunger zu stillen. Das Lamm ernährt sich zunächst von der Muttermilch und dann vom saftigen Grün der Weide. Der Löwe ist groß, stark und schnell! Das Lamm ist klein, wirkt schwach und ist etwas wacklig auf den Beinen. Wenn wir Menschen einen Löwen sehen, sind wir von seiner majestätischen Erscheinung fasziniert. Sehen wir Menschen ein Lamm, dann möchten wir es am liebsten streicheln. Weil sein wehrloses und zutrauliches Aussehen rührt uns an. Löwe und Lamm stehen als Symbole für die österliche Botschaft. Christus hat uns am Kreuz erlöst. Das Lamm Gottes, das an Karfreitag stirbt. Durch die Auferstehung Jesu hat mit der Erlösung die Krone des Lebens über den Tod bekommen. Der Löwe hat gesiegt. Stark und machtvoll. Christus ist der Löwe aus Juda und das Lamm Gottes. Das Lamm am Karfreitag, das die Erlösung besiegelt hat und an Ostern der Löwe, der den Sieg des Lebens über den Tod durch die Auferstehung bringt. Der siegende Christus wird als königlicher Löwe von Juda. In der Vesper singen wir Mönche in der Osterzeit folgende Antiphon: „Weine nicht, denn siehe: Gesiegt hat der Löwe von Juda, ser Spross aus David Christus, der Herr!“ (Offb. 5,5)

(Br. Benedikt Müller OSB)

Demütigungen geschehen im Alltag gar nicht so selten. Eine zynische oder spöttische Bemerkung im Kollegenkreis. Ein Rüffel gleich einer Bloßstellung vom Chef vor den anderen Kollegen. Eine Peinlichkeit, die plötzlich ans Licht kommt. Selbst wenn so etwas äußerlich betrachtet harmlos aussieht, kann es innerlich einen tiefen Schmerz verursachen. Wir fühlen uns entblößt, erniedrigt und in unserer Würde angegriffen. Wir fühlen uns ins lächerliche gezogen. Bevor Jesus gekreuzigt wurde, haben die Soldaten vom Exekutionskommando ihn verspottet und ins Lächerliche gezogen. Die Dornenkrone, der Spott und das Bespucken, s sind alles Elemente einer öffentlichen Erniedrigung. Die Erniedrigung hat nur eins zum Ziel, den verspottet Menschen seiner Würde zu berauben. Die seelische Qual so einer Entwürdigung übersteigt oft die schlimmsten körperlichen Schmerzen. Erstaunlich ist, wie Jesus auf diese Tortur reagiert. Kein Winseln, kein Bitten um Gnade. Jesus schweigt und lässt sich von keinem Menschen seine Würde nehmen. Jesus setzt sich dem aus. Er lässt sich die Krone aufsetzen, die zeigt, was für ein König er ist. Nämlich einer, der die Folgen der Ablehnung trägt und  den  Schmerz  aushält. Das ist sein Königtum. So ein König ist er. Ein König, der die Krone FÜR UNS trägt. Die Krone mit unseren Dornen. In Moment in den wir uns erniedrigt oder entwürdigt fühlen, ist es gut, sich daran zu erinnern, dass unsere Würde nicht vom Ansehen anderer Menschen abhängig ist, sondern in Gott ihren Grund hat. Er hüllt uns in den Mantel seiner Liebe ein und sagt uns zu: Du bist mein Kind!

(Br. Benedikt Müller OSB)

Zum heutigen Palmsonntag fallen mir immer gleich zwei Adventslieder ein: “Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ bzw. „Machet die Tore weit (Andreas Hammerschmidt)“ und „Tochter Zion“! Beide Lieder sind für mich auch Lieder des Palmsonntags. Ich bin ehrlich: Ich höre sie auch heute wieder! Warum? Zunächst greifen beide Lieder wunderbar Textmomente aus dem Alten Testament auf. In „Macht hoch die Tür“ entdecken wir Worte des 24. Psalms. Zitate aus dem 9. Kapitel aus dem Buch des Propheten Sacharja, die auf den Einzug in Jerusalem anspielen, siegeln sich in „Tochter Zion“ wider. „Siehe dein König Kommt zu dir“! Mich faszinieren diese Parallelen zwischen Advent und Palmsonntag immer wieder aufs Neue. Die Geburt des Königs in Betlehem und nun zieht dieser König in Jerusalem ein. Das wehrlose Kind in der Krippe ist untrennbar auch der Schmerzensmann am Kreuz. Das „Christkind“, auf dessen Ankunft wir uns im Advent vorzubereiten versuchen, ist gleichzeitig auch der, über dessen Kopf man später das INRI-Schild angenagelt hat. Palmsonntag ist ein schönes Fest, aber keine Party. Die Party feiern wir Ostern. Im Advent und zu Weihnachten besinnen wir uns darauf, dass Gottes Sohn hilflos, obdachlos und prunklos als Baby in einem Stall auf die Welt gekommen ist. Und zur Passionszeit besinnen wir uns auf seinen Einzug als König in Jerusalem. Ein König der armselig auf einem Esel ohne Krone und Königsmantel. Der König der Herrlichkeit reitet auf einem Esel, dem Reittier der kleinen Leute. Öffnen und weiten wir unsere Herzens.Tür, damit den König der Ehren Einzug in uns halte. Hosianna! Ich wünsche einen guten Einzug in die heilige Woche.

(Br. Benedikt Müller OSB)