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Winter.Träume

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Ach bittrer Winter,
Wie bist du kalt!
Du hast entlaubet
Den grünen Wald.
Du hast verblühet
Die Blümlein auf der Heiden.

Mit Hildegard von Bingen ins NEUE JAHR und durch den Winter starten

Nein, von einer Winterdepression würde ich nicht gleich sprechen, aber egal, wen man fragt,
die meisten Menschen empfinden die ersten Monate des neuen Jahres eher als trist und grau.
Liegt es am Lichtmangel, am Wetter oder an der fehlenden Aussicht auf einen baldigen
Feiertag? Vielleicht haben wir auch noch an der Silvestersause zu knapsen. ☺ Spaß beiseite,

Januar ist der Monat des Neubeginns, also hole ich mir Rat bei Hildegard von Bingen, heilige
Äbtissin des 12. Jahrhunderts:

„Wie Gott die Natur im Menschen vorgebildet hat, so hat Er auch die Zeiten des Jahres in
ihm durchgeordnet. Mit dem Sommer gab Er einen Hinweis auf den wachenden Menschen,
mit dem Winter auf den Schlaf. Wie der Winter in seinem Schoße verbirgt, was dann der
Sommer mit Freuden hervorbringt, so wird der schlafende Mensch im Schlummer gekräftigt,
damit er bereit sein kann, mit wachen Kräften jedwedes Werk durchzuführen.“
Hildegard von Bingen, aus: „Welt und Mensch“, das Buch „De Operation dei“

Nach Hildegard von Bingen können wir die ersten Wochen des Januars also ruhig gelassen
angehen, um unsere Kräfte zu sammeln, schließlich ist noch Winter und diese Zeit nutzt auch
die Natur zur Regeneration. Schließlich ruhen die Tiere ja auch noch in ihrem wohlverdienten
Winterschlaf. Also raus mit dem Druck, den wir uns mal wieder selbst machen. Achtsam spüren
und annehmen – ohne Wertung, ohne Selbstbeurteilung!

Die bunten Blümlein
Sind worden fahl,
Entflogen ist uns
Frau Nachtigall!

Januar ist der Monat des symbolischen Neubeginns

„So wirkt die Seele voller Freude in der Kindheit des Menschen, jener Zeit, die noch keine
Arglist kennt und die fleischliche Lust nicht spürt. Noch wird sie ja nicht genötigt, wider
die eigene Natur zu handeln. In solcher Kinderzeit, deren Wunschleben so einfältig und
unschuldig erscheint, zeigt sich die Seele in ihrer ganzen Kraft.“
Hildegard von Bingen, aus: „Welt und Mensch“, das Buch „De operatione dei“

Hildegard von Bingen vergleicht den Januar mit der Kindheit. Die Zeit in unserem Leben, in
der noch alles unbelastet und rein ist. Und entsprechend stark ist auch unsere Seele,
sozusagen unverfälscht. Ein Kind lässt seiner Seele Raum: Ist es traurig, weint es, ist es
wütend, brüllt es und versucht es, Missgeschicke zu verbergen, färbt seine Seele sofort die
Wangen rot. Ich mag Hildegard von Bingens Vergleich, denn für mich ist er eine Aufforderung,
dieses neue Jahr entsprechend „seelenfühlig“ anzugehen, meiner Seele mehr Stimme zu
gewähren.

Du hältst gefangen
Des Lichtes Schein
Und lässt die Tage
Uns dunkel sein.
O laß doch wieder
Die goldne Sonne leuchten!

Sonntags.Impuls: Hildegard von Bingen – Februar II

Erst Schnee, dann Regen, dann Frost, dann Nebel, dann Sonne! Der Schnee verdeckte kurz die Welt. Dann der Regen. Der Regen wäscht alles das Alte und Verbrauchte weg. Der Regen im Februar säubert. Eisig der Frost in den Februarnächten. Der Frost scheint alles einfrieren zu wollen. Träume und Vorhaben aus Eis legen oder sie zu konservieren. Dann der Nebel. Der Nebel verschleiert die Dinge – die Dinge, die unnötig geworden sind und belasten oder die Dinge die geheim sind, dass was keiner sehen oder wissen soll. Aber der Nebel verschleiert auch noch das, was im Geheimen neu wachsen will, aber noch Zeit braucht. Dann die Sonne. Sie will ans Licht holen und Klarheit schaffen. Es wechseln seltsam die Dinge im Februar und doch bekommt man die Ahnung des Frühlings mit allen Sinne zu spüren. Schnee, Regen, Nebel und Sonne – irgendwie muten sie alle an, als ob sie in diesem Monat etwas reinigen wollen bevor es ans Licht kommt oder verschwindet. Die Natur scheint sich selbst zu reinigen.

Laut Hildegard von Bingen steht der Monat Februar für die Reinigung und für einen klärenden Blick auf die Dinge. Nutzen wir in diesem Monat und schenken uns eine Zeit voller Achtsamkeit, um uns zu reinigen bzw. zu klären.

Nutze die Zeit und reinige deine Gedanken. Nutze die Achtsamkeit der Stille, um in deinen Gedanken nach alten Träumen aus deiner Kindheit oder aus der näheren Vergangenheit zu suchen. Welchen Traum wolltest du dir einmal erfüllen? Was wolltest du einmal tun? Welche Träume sind fast in Vergessenheit geraten? Wenn du möchtest, kannst du die Stille als Anlass nehmen, die Verwirklichung einiger Träume neu anzugehen und sie aufzuschreiben

Aus den Visionen der hl. Hildegard von Bingen:

Halte deinen Tempel mit Umsicht in Ordnung, damit jene Grünheit, in der du Gott mit Liebe empfängst, nicht Schaden nehme, weil Gott deine Seele sehr lieb hat.“

(Br. Benedikt Müller OSB)

Sie ist schon eine eigene Zeit, diese Zeit zwischen den Jahren. Verbunden mit ihr sind Träume, Hoffnungen, Neuanfänge eines neuen Jahresabschnitts. All das. Wir tragen sie durch die Weihnachtszeit hinein in diese neuen Jahre, die vor uns liegen. Hinein in die Träume, die wir statt einfach nur träumen, leben wollen. Wir möchten lieben, leben, weiterhin träumen dürfen, die Hoffnung nicht aufgeben, unser Hoffnung, tief in unserem Herzen verankert, verwurzelt.

Sie ist schon eine eigene Zeit, diese Zeit zwischen den Jahren. Traum.Zeit.

Das Weihnachtsfest, das alle Jahre wieder kommt, es hat uns erlöst. Unbeschreiblich, vielleicht sogar unbemerkt. Es hat unser Herz größer werden lassen. Einen Platz für unsere Träume eröffnet.

Vielleicht sind einige von uns endlich angekommen. Vielleicht bricht für einige eine neue Zeit an. Vielleicht sind einige dabei gerade ihren Traum zu leben. Vielleicht schmieden einige von uns gerade die großen Pläne für ihre Zukunft. Einige leben gerade einfach. Sie leben ehrlich, ohne sich Gedanken machen zu müssen. Vielleicht ist das alles die kleine Ironie in dieser Traum.Zeit, die wir erleben. Wer weiß das schon?

Woran ich glaube ist, dass wir alle diesen kleinen, großen Traum in unserem Herzen tragen. Ich glaube daran, dass diese besondere Weihnachtszeit uns ermöglicht diesen Traum wachsen zu lassen. Denn jedes Jahr aufs Neue schenkt uns diese Weihnachtszeit etwas besonderes, etwas einzigartiges, etwas, das wir viel zu oft vergessen. Es schenkt uns unsere Erlösung. Es schenkt uns unsere Zeit. Lebenszeit. Traum.Zeit.

Woran mache ich das fest? Es ist ganz einfach. Im Weihnachtsfest werden wir erlöst durch die Liebe dieses einen Gottes. Wir werden erlöst durch die Liebe, die er uns durch seinen Sohn schenkt. Weihnachten, das Fest der Liebe, der Versöhnung. Weihnachten, das Fest der kindlichen Begeisterung in jedem von uns. An Weihnachten dürfen wir Kinder sein. An Weihnachten wird uns die Zeit geschenkt, die wir viel zu selten mit unserer Familie verbringen und nein, ich möchte hier kein utopisch harmonisches Familienbild zeichnen, das in vielen Familien nicht existiert. Ich möchte vielmehr aufzeigen, wie wertvoll diese Zeit ist. Diese Zeit, die wir mit den Menschen verbringen sollten, die unser Herz füllen. Wer auch immer das sein mag.

An Weihnachten leben wir die Zeit. An Weihnachten wecken wir das Kind der Begeisterung in uns. Wir dürfen strahlen. Wir dürfen andere mit unserem Weihnachtsgeist anstecken, mit dieser kindlichen Begeisterung. Wir dürfen wieder träumen. Und das wertvollste: Diese Träume dürfen wachsen, in das neue Jahr hinein. Traum.Zeit.

Sie ist schon eine eigene Zeit, diese Zeit zwischen den Jahren. Denn sie ist unsere Zeit. Unsere ganz persönliche Traum.Zeit.

Entfacht durch die Erlösung, dürfen wir leben, wie wir es oftmals im Jahr nicht schaffen. Wir dürfen spielen, lesen, schauen, begeistert sein, uns von der Kultur und den Menschen um uns herum inspirieren lassen, wir dürfen leben, lieben, TRÄUMEN. Wir haben die Zeit, all das zu tun. Wir sind frei in der Entscheidung, in unserem Leben frei, diesem göttlichen Lebensplan für uns.

Sie ist schon eine eigene Zeit, diese Zeit zwischen den Jahren. Sie ist die Zeit, die unseren Lebensplan umzusetzen vermag. Sie ist unser Zeit Kind zu sein. Getragen durch die weihnachtliche Erlösung Träume zu träumen. Diese Zeit, sie ist unser Traum.Zeit. Die Zeit unserer Hoffnungen.

„Wisse: Genauso ist die Weisheit für dich. Findest du sie, dann gibt es eine Zukunft, deine Hoffnung wird nicht zerschlagen.“

(Sprüche 24,14)

(Helena Minner, Jahrespraktikantin in der OASE)

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Hast du ein Ziel, einen Wunsch, eine Vision für dein Leben? Doch du zweifelst, ob du es jemals erreichen kannst? Sicherlich! Denn:Wir alle haben unsere Wünsche, Hoffnungen und Ziele. Manche tragen sie in die Welt hinaus, andere behalten sie für sich. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann glauben wir nicht wirklich daran, diese Träume verwirklichen zu können, oder? Wir zeigen dir hier ein Beispiel wie man sich Träume verwirklicht: Eine junge Frau – unsere Praktikantin Helena –  lebt ihren Traum des Lebens und Glaubens.