Himmelfahrt

Christen glauben, dass Jesus nach seinem Tod noch einmal auf die Erde zurückgekehrt und dann erst von Gott in den Himmel aufgenommen worden ist. Dieses Ereignis feiern Christen am Himmelfahrtstag. Mit „Himmel“ ist natürlich nicht der Himmel gemeint, in dem Wolken ziehen und in dem Vögel und Flugzeuge fliegen. Auch nicht ein Ort irgendwo im Weltall. Mit „Himmel“ meinen viele Menschen auch den Ort, an dem Gott ist. Das kann überall sein, sogar gleichzeitig und sogar so nahe, dass die Gläubigen Gott spüren können, auch wenn sie ihn nicht sehen. Den Himmelfahrtstag feiern in Deutschland viele Männer auch als Vatertag. Schon seit dem Mittelalter sind am Himmelfahrtstag viele Männergruppen zu Fuß unterwegs. Doch der Anlass hat sich geändert. Einst umwanderten die Männer 40 Tage nach Ostern auf „Flurumgängen“ ihre Felder. Bei diesen Prozessionen baten sie Gott um seinen Segen für eine gute Ernte. Die Idee zu einem „Vatertag“ anderer Art hatte 1910 die Amerikanerin Sonora Louisa Dodd. Sie wollte ihren Vater mit einem „freien Tag“ ehren, der sich nach dem Tod seiner Frau alleine um seine sechs Kinder gekümmert hatte. Die Idee verbreitete sich um die ganze Welt. Seit 1936 ziehen auch in Deutschland am Himmelfahrtstag Männergruppen zwischen Feldern und Häusern umher. Oft haben sie einen Bollerwagen mit Alkohol im Schlepptau und alle gemeinsam vor allem Spaß. Mit dem christlichen Feiertag hat das aber nichts mehr zu tun.

Quelle: religionen entdecken

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