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Hier findest Du alle Neuigkeiten rund um die OASE, die Akademie, die Veranstaltungen, der Kurs und des Teams

Nach.Gefragt: Per Zoom ins Kloster

Aktuelles, Glaubensfrage, News aus der OASE, Oase

Heute fand der ONLINE-Start für uns Projekt „Auf Sendung!“ mit einem Religionskurs der EF des Anne-Frank-Gymnasium Werne statt.  „Auf Sendung!“ ist ein Angebot, in dessen Rahmen, Jugendliche und junge Erwachsene Menschen mit geistlichen und kirchlichen Berufen begegnen können. Ordensleute, Priester und Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sind auf Sendung und damit bereit, Schülerinnen und Schülern, als Glaubenszeugen zu begegnen.  Wir bieten – jetzt in Zeiten der Pandemie – Ihren Klassen im Blick auf die Fächer Religion, Ethik, Philosophie oder Geschichte einen 90-minütigen Kurs mit dem Thema KLOSTER-WELTEN an. Dieser Kurs bietet einen Einblick in das „Klosterleben“ der Benediktiner. Wir stellen den klösterlichen Tages- und Arbeitsablauf vor. Die Schüler*innen können Br. Benedikt als Mönch interviewen.  Es kann eine virtuelle Klosterführung geben und vieles mehr. Das Angebot würde 30 € pro Klasse kosten. Termine sind nach Absprach immer möglich. Unser neues Projekt bringt etwas Abwechslung in Ihren Unterricht während des Pandemie-Alltags!

Wieso vieles andere hat auch Corona das Kloster-Wochenende, dass die katholischen Religionskurse  der EP sonst regelmäßig absolviert haben, mit Beginn der Pandemie unmöglich gemacht. Normalerweise fand diese Exkursion auf freiwilliger Basis im Februar eines Jahres statt. Die Schüler und Schülerinnen haben sich, um das Klosterleben aus erster Hand kennenzulernen, dazu in die Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede begeben, wo sie mit den Mönchen am Stundengebet teilgenommen und mit Bruder Benedikt Müller ein Seminar absolviert haben. Dabei haben sie auch das Programm der Oberstufenakademie kennengelernt, an dem in der Vergangenheit schon viel viele Schüler Oberstufenschüler und -schülerinnen des AFG teilgenommen haben. Als Ausgleich für die Fahrt, die im Februar ausgefallen ist, besuchte Bruder Benedikt am 11. und 12. Mai nun die beiden kathol. Religionskurse der Jahrgangsstufe EF unter Leitung von Frau Berendes per Zoom. Dabei stellte er nicht nur seine eigene Biografie, sondern auch das Leben der Mönche und ihren Alltag in der Abtei ausführlich dar. Dazu hatte er als Einstieg einen kurzen Film über seinen jungen Mitbruder Vincent vorbereitet, an dessen Beispiel das Leben eines jungen Mönchs im Kloster und seine Motivation, in selbiges einzutreten, eindrucksvoll deutlich wurde. Darüberhinaus zeigte Bruder Benedikt an einer Vielzahl von Fotos auf, wie facettenreich das Leben eines Mönchs heutzutage ist. Anschließend hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit, Fragen zu stellen, die von Bruder Benedikt freimütig beantwortet worden.

Zum Schluss der 90minütigen Veranstaltung stellte er noch das Projekt der Oberstufenakademie vor und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese speziell für Oberstufenschüler gedachten Seminare, die der Persönlichkeitsentwicklung dienen, ab August wieder in Präsenz stattfinden können.

Gerne besuchen wir auch Ihre Schule – Ihre Anfrage sende Sie an:  ">

Text: Birgit Berendes AFG Werne / Br. Benedikt Müller OSB

10.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/aufsendung_zwei.jpg 313 600 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-10 15:51:072021-05-10 15:52:45Nach.Gefragt: Per Zoom ins Kloster

Jede Zeit ist meine Zeit

Aktuelles, Station online
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/Jede-Zeit-ist-meine-Zeit-Lotti-Huber.mp3
10.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/man-690642_640.jpg 480 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-10 15:04:252021-05-10 15:04:25Jede Zeit ist meine Zeit

Rucksack – der Andere – Montag der 6. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Der Rucksack. Das Streben nach Freiheit ist einer der ursprünglichsten Instinkte der Menschen. Wir alle wollen frei sein, reisen, die Welt erkunden. In die Sonne fahren, um dem Alltagsstress zu entkommen. Aber sind wir dann wirklich frei oder wirkt es nur nach außen so? Oft braucht es andere Menschen, die uns zurufen: „Warum gehst du so gebückt? Dich belastet doch etwas! Woran trägst du so schwer?“ Erst dann merken wir, dass wir auf dem Rücken einen schweren Rucksack haben mit all dem, was uns bedrückt, all den schweren Dingen, all dem Vergangenen. Und dass uns diese Last daran hindert, aufrecht zu gehen und richtig zu leben. Gott ruft uns zu: „Jede Zeit ist deine Zeit!“ Also lasst uns den ganzen Ballast abwerfen, alles Unnötige; am besten jeden Tag, denn es schläft sich nicht gut mit einem Stein auf dem Herzen. Wenn wir das tun, sind wir wirklich frei und können entspannt die Welt befahren, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck.  (Daniel Griese und Br. Benedikt Müller OSB)

10.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/mountains-5959379_640.jpg 480 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-10 11:05:172021-05-10 11:05:58Rucksack – der Andere – Montag der 6. Osterwoche

Sonne – 6. Ostersonntag

Aktuelles, Impuls

In der Frühlings- und Sommerzeit ist es ein besonders Erlebnis, wenn die Morgensonne mit ihrem warm gelben Licht vom Osten in die Abteikriche scheint. Wunderschön. In meinem Leben konnte immer und immer wieder wunderschöne Sonnenaufgänge beobachten. In Mengeringhausen, wenn das Morgenlicht den Garten meiner Kindheit verzauberte. In Südtirol, wenn die Morgensonne den Bergen einen goldigen Anhauch schenkt. Oder in den Weinbergen in Eibingen, wenn das Morgenlicht auf dem Rhein spiegelt. Am Froschteich im Kloster Helfta, wenn das junge Licht auf dem Wasser glitzert und der Waldkauz ruft.  Es ist schon faszinierend: Die Sonne nimmt ihren Lauf, ganz egal wie es momentan auf der Welt zugeht. Die Sonne geht auf und sie geht auch jeden Abend wieder unter.  Wir können gewiss sein, dass der Sonnenaufgang nicht allzu lange auf sich warten lässt, auch wenn wir manchmal wegen grauer Wolken oder Nebel am Morgenhimmel nicht gleich erkennen. Sonne am Morgen. Hell und schön. Was für ein hoffnungsvoller Anblick gerade in diesen „ver-rückten“ Zeiten. In der Osterzeit feiern wir eines besonders: Jesus, dass Licht der Welt, das die Dunkelheit durchbricht. Wir müssen uns nicht fürchten. Die Angst, die gerade in diesen Tagen aufkommt, kann vielleicht ab und an in den Hintergrund rücken. Wir dürfen sein Licht in unser Herz scheinen lassen. Das Licht der Sonne des Lebens, der Liebe, der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Seine lichtvolle Zusage „Fürchtet euch nicht!“, ist so gegenwärtig wie das Licht der Sonne. Denn wir wurden erlöst – davon zeugt die Morgensonne des Ostertages. Wir sind geliebte Töchter und Söhne. Wir dürfen das Leben feiern. So stärke uns Gottes Segen und er lasse uns die Worte „Fürchte dich nicht!“ wie einen Sonnenstrahl in unsere Herzen fallen. Feiern wir das Leben!

(Br. Benedikt Müller OSB)

09.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/sunrise-4473359_1280.jpg 851 1280 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-09 09:20:152021-05-09 09:20:15Sonne – 6. Ostersonntag

Perle & Muschel – Samstag der 5. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Die Muschel und die Perle. Beide gehören zusammen. Und man muss zum Perlentaucher werden. Abtauchen. Eintauchen. Wegtauchen. Einen Tauchgang einlegen. Die Muschel ruht eigentlich auf dem Meeresgrund. In ihr wächst verborgen die Perle heran. Wer sie sucht, muss in die Tiefe gehen. Muss einen Weg gehen – den Weg des Perlentauchers. In die Tiefe gehe. Den Sprung in das Meer des Lebens wagen. Die Perle. Diesen kostbaren Schatz zu bekommen, verlangt also Einsatz. Jesus sagt: Mit Gott und seinem Reich ist es wie mit einem, der wertvolle Perlen suchte. Als er eine solche fand, verkaufte er alles, was er besaß, um in ihren Besitz zu gelangen. Ob auch uns Gott so viel wert ist? Der Weg zu diesem kostbaren Schatz lohnt sich. Das Ziel ist die Freude am gefundenen Schatz. Die Muschel ist dem Worte gleich, darin die Perle dem Himmelreich. »Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Wenn wir lieben, sind wir aus dem Tod hinübergegangen in das Leben.« so heißt es im Brief des Johannes. Muschel und Perl sind keine Momentaufnahme, sondern eher ein Hauch von Ewigkeit, wo die Sonne der Liebe nie mehr untergeht. Zeichen für Gottes kostbare Liebe.

(Daniel Griese und Br. Benedikt Müller OSB)

08.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/oyster-1327311_640.jpg 480 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-08 10:53:452021-05-16 11:24:02Perle & Muschel – Samstag der 5. Osterwoche

Anker II – Freitag der 5. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Der Sturm auf dem Meer – ein Bild auch für menschliches Leben. Manchmal fließt es ruhig dahin. Dann aber, vielleicht plötzlich und unerwartet, kommt der Sturm aus der Tiefe des eigenen Inneren herauf. Verdrängte Ängste, Enttäuschungen mit Menschen, auch mit der Kirche, Verletzungen, Lebenshoffnungen, die sich nicht erfüllen und vieles andere mehr. Man könnte versucht sein, diese Situationen zu vermeiden, in dem man das Boot im Hafen festmacht, den Anker fallen lässt und es gut vertäut. Oder man zieht es ganz aufs trockene und sichere Ufer. Wo bist du? In solchen Situationen in meinem Leben haben Gott auch nicht immer spüren können. Doch er war da und hielt mich fest. Nach einer Weile schützender Zeit im sicheren Hafen ist es – auch im Leben so – denn Anker wider zu lichten. Aufzubrechen zu neuen Ufern. Eine Seefahrtregel besagt: Wenn Du Deinen Anker über Bord wirfst, ist es wichtig auf den Untergrund zu achten! Auf Schlamm oder im Schilf greift der Anker nicht gut. Auf Felsen verkeilt er sich und Du kommst mit Deinem Schiff nicht mehr weg. Kapitäne haben dazu eine Seekarte, wo alle Untergründe verzeichnet sind. Wir Menschen haben ein dickes Buch, da steht einiges drin, worin wir Halt finden können: Die Bibel!

(Br. Benedikt Müller OSB)

07.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/anchor-3199652_640.jpg 425 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-07 09:54:372021-05-07 09:54:37Anker II – Freitag der 5. Osterwoche

Anker I – Donnerstag der 5. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Ruhe. Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Liegt das Schiff gerade wirklich sicher im Hafen, ist es fest verankert? Flaute oder Windstärke 12? Es ist mit Sicherheit schwer ein Schiff sicher in den Hafen zu steuern, denn es kann immer Streitigkeiten innerhalb der Besatzung geben, oder Stürme die Schiffe zum Wanken bringen. Vertraue. Vertraue auf Gott, denn er ist dein Anker der dir Sicherheit gibt. Er ist der Kompass der dich zum Ziel führt. Du bist nie alleine denn Gott ist bei dir, um dich in deinen sicheren Hafen zu führen. Du bist verankert. Verankert sein heißt, einen festen Grund zu haben und doch frei zu sein. Jeder Anker hat eine Kette oder ein Tau, mit einer bestimmten Länge. Du kannst Dich mit Deinem Schiff in einem gewissen Umfeld frei bewegen. Du kannst entscheiden, wie Du Deine Segel setzt. Wenn der Sturm kommt und die Wellen größer werden, dann hält Dich der Anker fest, auch wenn Du ihn im trüben Wasser oft nicht sehen kannst.

(Kjell-Bo Kelsner)

06.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/anchor-3600304_640.jpg 470 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-06 10:53:102021-05-06 10:53:10Anker I – Donnerstag der 5. Osterwoche

Notizzettel – Mittwoch der 5. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Ich finde einen alten Notizzettel. Wie konnte er herunterfallen und einfach verschwinden? Was darauf stand war mir doch so wichtig, dass ich es auf einen leuchtend gelben Zettel geschrieben habe. Ich wollte es auf keinen Fall vergessen. Und nun ist das, was darauf stand, schon wieder unwichtig geworden. Die verstrichene Zeit hat es einfach unwichtig werden lassen. Aber was ist denn dann überhaupt wichtig, wenn nicht das, was ich extra aufschreibe? Oder schreibe ich einfach das falsche auf?  Wenn ich so darüber nachdenken, steht auf meinem Notizzettel selten etwas, das mir Freude bereitet. Dort stehen immer Aufgaben, die noch erledigt werden müssen.  Was wäre, wenn ich mal etwas Schönes auf meinen Notizzettel schreibe? Indem ich mich z.B. daran erinnere im Frühling mit offenen Augen in die Vorgärten meiner Nachbarn zu schauen. Zu entdecken, dass die Knospen an Pflanzen wachsen und die ersten Winterlinge blühen und die Krokusse sich den ersten zaghaften Sonnenstrahlen entgegenstrecken. Gottes schöpferische Grünkraft ist wieder das! Der Frühling zaubert mich ein Lächeln ins Gesicht. In jedem fröhlichen Gesicht spiegelt sich Gottes Liebe wider, als uns Menschen, kunstvoll erschuf.  Welch Freude! Dazu eine schöne Übung für die nächsten Tage: Ich könnte mich mit einem Notizzettel selber daran erinnern, Menschen zuzulächeln, wenn sie mir auf der Straße begegnen. Also nehme ich einen neuen Notizzettel und schreibe darauf: „Öffne die Augen und lächle!“

(Dorothee May)

05.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/smile-4028053_640.jpg 426 640 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-05 10:47:422021-05-06 10:53:56Notizzettel – Mittwoch der 5. Osterwoche

Spiegel – Dienstag der 5. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Der Start in den Tag. Träge wälze ich mich aus dem Bett, dann ins Bad gestolpert. Der Blick in den Spiegel. Wie sehe ich denn heute schon wieder aus? Oh je! Missmutig renne ich später aus dem Haus. Der Tag ist jetzt schon im Eimer. Wie kannst du verhindern, dass es dir so geht? Denk öfter mal an dich selbst! Und das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Selbstliebe. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Aber wie kannst du zu anderen freundlich sein, wenn du dich selbst nicht magst? Lächele dich einfach an, wenn du dich morgens im Spiegel siehst. „Guten Morgen, liebes Ich!“ Vielleicht fällt dir das manchmal schwer, wenn du von deinen Zielen weit entfernt bist. Aber wenn du dich selbst annimmst wie du bist, ist der Tag schon halb gewonnen. Dann bist du nicht fremdbestimmt, sondern gehörst dir und kannst fröhlich in die Welt gehen, dein Lächeln auch anderen schenken. Dann bist du wunderbar!

(Daniel Griese und Br. Benedikt Müller OSB)

04.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/man-4448884_1280.jpg 853 1280 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-04 17:05:192021-05-04 17:05:19Spiegel – Dienstag der 5. Osterwoche

Gras – Montag der 5. Osterwoche

Aktuelles, Impuls

Heute ist etwas passiert, das mich furchtbar aufgeregt hat. Ich habe mich so geärgert, dass ich seitdem einen Klumpen voll Wut im Bauch trage. Jetzt ist der Tag vorbei und der Klumpen ist immer noch da. Es heißt, man soll Gras über die Sache wachsen lassen. Aber warum? Was hat Gras damit zu tun, dass mich jemand schlecht behandelt hat? Welche Eigenschaften hat Gras, das es dafürsteht, Dinge hinter sich zu lassen? Das offensichtlichste: Das Gras ist grün. Immer, egal zu welcher Jahreszeit und egal, wie grau der Himmel gerade ist. Gott hat uns die Farbe Grün als Zeichen der Hoffnung geschenkt. Als Zeichen dafür, dass alles wieder gut werden wird. Auch wenn es vielleicht Zeit braucht, bis die Wut im Bauch von anderen positiven Gefühlen ersetzt wird. Ebenso braucht das Gras Zeit zum Wachsen. Es ist so langsam, dass ich sein Wachstum kaum bemerke. Doch wenn ich dann nach einiger Zeit wieder hinschaue, ist es auf einmal viel höher. Genauso ist es mit den positiven Gefühlen. Erst sind sie gar nicht da, aber mit der Zeit werden sie unbemerkt immer größer. Aber dann kommt wieder eine Situation über die ich mich ärgere. Meine guten Gefühle werden kleiner und einfach verdrängt. So ist es auch beim Gras, wenn wir es nicht mähen. Es kann nicht riesengroß werden. Dann würde es umknicken, vertrocknen und sich selbst ersticken. Genauso ist es mit den positiven Gefühlen. Wenn wir nur sie hätten und es kein negatives Gegengewicht geben würde, könnten wir sie nur halb so gut spüren. Also, wenn ich mich das nächste Mal ärgere: Einfach Gras über die Sache wachsen lassen.

(Dorothee May)

03.05.2021
https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/05/meadow-4623279_1920.jpg 1280 1920 Br. Benedikt Müller OSB https://oase.koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2021/02/Logo-oase-1.png Br. Benedikt Müller OSB2021-05-03 15:13:322021-05-03 15:13:32Gras – Montag der 5. Osterwoche
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